Thermalkartierung
© Landesamt für Umwelt RLP

Die Temperatur der Landoberfläche lässt sich mit Hilfe von Satelliten flächendeckend erfassen. Damit ist diese Größe für flächenhafte Betrachtungen besser geeignet als die an nur wenigen Stationen erfasste Lufttemperatur. Für eine Kartierung der thermischen Situation wurden Daten von 3 polarumlaufenden Satelliten der ESA (Europäische Raumfahrtagentur) und einem Satelliten der NASA (Nordamerikanische Raumfahrtagentur) verwendet. Ausgewertet wurde pro Tag ein mittäglicher und ein nächtlicher Überflug in den Sommermonaten Juni, Juli und August der Jahre 1995-2024, sofern keine Wolken die Sicht behinderten. Anhand der zur Mittagszeit gemessenen Temperatur wurde jedem Pixel eine der sechs Klassen von „sehr kühl“ bis „heiß“ zugewiesen. Die verbliebene Klasse „dauerheiß“ wurde vergeben, falls der Pixel auch bei den nächtlichen Temperaturen zu den wärmsten Orten gehört.
Die räumliche Verteilung zeigt, dass die heißen Gebiete oftmals mit der Lage der großen Städte entlang von Rhein und Mosel übereinstimmen. Noch deutlicher wird dies bei den dauerheißen Gebieten, die in den Siedlungskernen der Großstädte liegen. Andererseits heben sich bewaldete Gebiete als deutlich kühler von der Umgebung ab.
Obwohl die heißen und dauerheißen Gebiete zusammen nur 5 % der Landesfläche umfassen, leben darin 28 % der Bevölkerung. Nimmt man noch die sehr warmen Gebiete hinzu, so leben auf den wärmsten 25% der Landesfläche zwei Drittel der Bevölkerung.
Diese Karte und hochaufgelöste Oberflächentemperatur Karten eines Sommertages und einer Sommernacht finden sich unter https://www.klimawandel-rlp.de/Kartenwerke_Klimaanpassung
